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Diese Webseite ist ein Teil des Versuchs, behinderte und nicht behinderte Menschen ein wenig dichter zusammenzubringen.  #inkluencer



Was gibt's Neues?

2020-03

Ich gehe wieder zur Fahrschule. Nur gut, dass ich die theoretische Prüfung nicht noch einmal machen muss, ich fiele wohl mit Pauken und Trompeten durch. Aber Handgas lernen muss ich. Dazu ein Bericht meiner ersten Fahrstunde

2020-02

Ich kann nicht mehr "normal" Auto fahren, weil meine Beine streiken. Also muss geprüft werden, ob ein Fahrzeugumbau ausreicht, oder ob ich den Führerschein abgeben muss. Ein Teil des Weges ist hier das Verkehrsmedizinische Gutachten

        2020-01

        Der Jahresrückblick auf mein 2019 fällt         nicht sonderlich positiv aus ... aber seht         selbst.

Seit einiger Zeit versuche ich, den Müll und das Plastik in meinem Leben zu reduzieren. Die Diskussion dazu ist ja mit dem Schlagwort Zero Waste in aller Munde und ich habe mir die Frage gestellt, inwiefern Mehrweg und Nachhaltigkeit für mich machbar und sinnvoll sind.

 

Die erste Antwort ist: nur teilweise, Low Waste geht, ganz ohne werde ich nicht machen können.

 

Allein die Medikamente, die ich nehmen muss – aktuell sind es nur noch Tabletten, die aber in Blisterpacks und nicht im Glasröhrchen kommen -  produzieren sowohl Plastik- wie auch Metallmüll. Als ich noch täglich spritzen musste, kam eben pro Tag eine in Plastik einzeln verpackte Spritze dazu.

Dann der Rollstuhl selbst,  an dem auch eine Menge Teile aus Plastik sind, um ihn überhaupt so leicht zu bekommen, dass er manövrierbar wird. Weitere Schutzmaßnahmen wie Betteinlagen habe ich zu Anfang noch Einweg gekauft, mittlerweile haben wir die waschbare Variante.

 

Dazu kommen einige Dinge, die ich aus körperlichen Gründen nicht kann, wie zum Beispiel eine Menstruationstasse oder einen Rasierhobel zu benutzen. Auf der anderen Seite ist vieles auch für mich umsetzbar und teilweise sogar besser als die Einwegvariante. Ich habe zwei Thermotassen für Kaffee und Tee zum Mitnehmen, Trinkflaschen aus Glas und Metall. Diese Trinkgefäße passen in den Flaschenhalter an meinem Rollstuhl und sind auch mit Händen, die recht grob zugreifen, nutzbar – ganz anders als zum Beispiel Einwegplastikflaschen, die ich entweder nicht öffnen kann oder mit denen ich beim Öffnen oder Eingießen dusche, weil sie so weich sind.

 

Wir haben uns schon weit vor der Zero-Waste-Diskussion entschlossen, einen Wassersprudler mit Glasflaschen zu verwenden, bekommen alle zwei Wochen eine Obst- und Gemüsekiste, machen Nudeln, Brot, Wurst und Käse selbst. Vorräte kaufe ich am liebsten in Gläsern, Papiertüten oder in möglichst großen Gebinden (Wenn man ein Haus hat ist da zum Glück genügend Stauraum), Fleisch kaufen wir bei einem örtlichen Metzger, der mit Viehbauern aus der Region zusammenarbeitet, Marmelade und andere Brotaufstriche mache ich auch selbst.

 

Wir kochen gern und machen meistens mehr, als wir zu einer Mahlzeit aufessen – das, was nicht sofort den Weg in den Magen findet, wird in den nächsten Tagen gegessen, eingekocht oder eingefroren. Unsere Brotdosen sind noch aus Plastik, aber ich werde sie nicht wegschmeißen, solange sie noch funktionieren – danach gibt es welche aus Metall.

Wenn ich leere Eierkartons habe, dann ziehe ich Setzlinge für meinen kleinen Terrassengarten vor, ansonsten haben wir eine Dauer – Eierpackung und kaufen Eier lose. Wenn mal weiterer Bedarf an Obst und Gemüse besteht, wird der auf dem Wochenmarkt gedeckt, die Verkäufer sind sehr einverstanden mit selbst mitgebrachten Netzen oder Beuteln.

 

Im Badezimmer haben wir Flüssigseife, Shampoo und Duschgel gegen selbst gemachte Seifenstücke ausgetauscht, die Reste sammele ich in einem Sisalbeutelchen, mit dem ich ein wunderbares Duschpeeling machen kann. Im Zuge des Seifens habe ich auch gelernt, Creme zu rühren. Ich bin gerade dabei, auf eine Bambuszahnbürste sowie Bambus – Toilettenpapier und – Taschentücher umzusteigen. Bei den Hygienepapieren lasse ich auch nicht mit mir über Mehrweg reden.

Waschmittel mache ich aus Waschsoda und palmölfreier Kernseife selbst (geht ratzfatz, Rezept gibt’s auf Smarticular) und habe im Plan, die Seifenreste und –abschnitte auszusalzen und meine eigene Putzseife (ähnlich wie Kernseife zu verwenden) herzustellen. Mittlerweile habe ich meinen Mann soweit becirct, dass wir statt Küchenkrepp waschbare Bambuslappen verwenden und immer ein Beutelchen mit eigenem, normalem Besteck und einem Metalltrinkhalm dabeihaben, um Einwegbesteck und Plastiktrinkhalme zu umgehen.

 

Klingt gar nicht so schlecht, wenn ich das so lese.

Was aber nicht geht, sind zum Beispiel Vorrats- und Gewürzgläser. Ich habe wenig Kraft in den Armen, dafür ist das Leergewicht dann einfach zu hoch.

Unser nächster Unverpackt – Laden ist etwas weiter weg, sodass wir die Wege dorthin planen müssen. Die Bioläden in der Stadt sind zum Glück mit dem Rollstuhl nutzbar, was erfahrungsgemäß nicht überall der Fall ist. Im Großen und Ganzen fällt mein Fazit dennoch recht positiv aus, was sich in unseren Mülltonnen bemerkbar macht. Zwei Personen haben alle vier Wochen maximal einen Gelben Sack und die Mülltonne für Restmüll jede zweite Woche halb voll. Dafür läuft die Papiertonne (alle vier Wochen) oft über, wenn wir nicht den Kachelofen nutzen können oder wollen.

Ich denke, es gibt noch Luft nach oben, aber wir sind auf einem guten Weg.

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